01.03.2026-31.03.2026
Chichen Itza ist die wohl am besten bekannte als auch größte Mayastätte in Mexiko. Bei unserer Ankunft öffnet die Stätte grade erst. An einem Stand vor den Kassen werden Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten, so auch in Deutsch. Für unseren Besuch nehmen wir die 35% Aufschlag für die deutsche Führung in Kauf, besser als alles aus dem Englischen oder Spanischen parallel zu übersetzen.
Vom Eingang aus kommen wir direkt zur Hauptattraktion Chichen Itzas, dem Castillo. Im Laufe der Führung bekommen wir es von allen Seiten zu sehen.
Auch dieses Castillo ist entsprechend der jahreszeitlichen Sonnenstände ausgerichtet. Hier aber so, dass bei Sommeranfang Sonne und Schatten so auf die Mauer der Haupttreppen fallen, dass es aussieht, als ob sich ein Schlangenkörper entlang der Trepper winden und am Fuß der Treppe im Schlangenkopf enden.
Östlich des Castillos liegt der Tempel der Krieger. Wie der Name schon sagt, wohnten hier die Krieger der Maya. Am oberen Ende der Treppe ist zwischen den Säulen ein Opferaltar zu sehen, der den Kriegern entsprechend gedient hat. Leider dürfen wir nicht mehr auf die Bauwerke klettern, aber unser Guide hat uns ein Foto des Altars mitgegeben.
Nördlich des Castillo liegt die Venusplattform. Dieses Bauwerk diente keinem religiösen Zweck, sondern lediglich als Musikbühne.
In den Reliefs lassen sich sowohl Venus als auch Musiker entdecken.
Reliefs an einer weiteren Plattform zeigen Totenköpfe.
Westlich des Castillo liegt der größte Ballspielplatz, der bisher in einer Mayastätte entdeckt wurde. Hier finden sich auch die steinernen Ringe an den aufgehenden Wänden, die Tore. Bei den Mayastätten, die wir bisher besucht haben, waren diese Ringe zerstört.
Nördlich und südlich des Spielfeldes sind jeweils Tempel angeordnet, die der rituellen Bedeutung des Spiels Rechenschaft tragen.
Die Reliefs an den Wänden stellen Ballspielszenen, aber auch die rituelle Opferung dar. Hierbei ist allerdings unklar, ob der Gewinner sein Leben komplett lassen musste oder ob nur geringe Menge Blut geopfert wurden.
Vorbei am El Osario und einem kleineren Ballspielplatz erreichen wir schließlich das Observatorium.
Das Observatorium diente den Gelehrten und Priestern zur Himmelsbeobachtung.
Abschließend besichtigen wir noch einige Wohnhäuser der Eliten, heute fühlen sich Geckos dort heimisch.
Während unserer Führung hat sich das Areal mehr und mehr gefüllt. Mittlerweile kann man kein Foto mehr machen, ohne dass unzählige Personen im Bild sind. Zudem wird es richtig heiß. Gut, dass wir so früh angefangen sind.
Weiter geht es nach Merida, der Hauptstadt des Bundestaates Yucatan. Bereits um 13:00h treffen wir in Merida ein und finden nach etwas suchen auch die Parkplatzzufahrt zu unserem Hotel. Unsere Zimmer sind noch nicht fertig, wobei der recht unfreundliche Mitarbeiter sich nicht mal die Mühe macht nachzuschauen. Check-In erst ab 15:00h. Gegenüber gibt es einen kleinen, einfachen Imbiss. Plastiktische und -stühle und leider auch kein Bier. Unser Besuch möchte nichts Essen, keinen Hunger. Ok. Tom und Hajo bestellen sich einen Burger. 15 Minuten später kommt unser Essen, nun gelüstetet es dem Besuch doch nach Burger, also bestellen wir einen Burger nach.
Nach etwas Stress beim Einchecken und den Zimmern klinken wir uns für den Abend aus und schlendern nach einem leckeren Abendessen in einem süßen Restaurant über Hauptplatz Meridas.
Hier finden wir auch noch eine Cocktailbar und gehen später zurück ins Hotel.
Am nächsten Morgen gehet es für Hajo und Tom auf eine Free-Walking-Tour durch Merida. Viel laufen und nur in Englisch. Unser Besuch macht eine Pooltag am Hotel.
Wir starten unseren Rundgang am Parque de Santa Lucia. Zunächst erfahren wir einiges über die die Gründung der Stadt und deren Geschichte. Die alte Maya-Stadt Ti’ho’ („zu fünf“) wurde am 6. Januar 1542 durch Francisco de Montejo dem Jüngeren in Mérida umbenannt.
Wir laufen vorbei an schönen kolonialen Gebäuden und der Freien Universität Meridas. Bildung soll in Mexiko kostenlos sein, tatsächlich gibt es Studiengebühren, diese sind aber sehr gering. Die Grundschule ist verpflichtend, die Schulpflicht wird aber nicht kontrolliert. An der „Iglesia de Jesús de la Tercera Orden“ legen wir einen Stopp ein.
Hier zu sehen ist die seitliche Wand der Kirche. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man neben dem Fenster einen Stein mit Mayaverzierung. Unser Guide zeigt uns noch einige andere Stellen. Tatsächlich wurde zum Bau der kolonialen Häuser und Kirchen die Mayatempel und Gebäude abgetragen und deren Steine zur Errichtung der neuen Bauwerke verwendet. Recycling ist keine Erfindung der Neuzeit, das gab es augenscheinlich schon immer.
Die Gebäude des historischen Kerns sind allesamt gut restauriert und die Plätze sauber, aufgeräumt und laden zum Verweilen ein.
Wir erreichen den Hauptplatz von Merida, den Plaza Grande. Hier steht die Catedral de San Ildefonso. Die katholische Kirche wurde im 16. Jahrhundert in nüchterner Renaissancearchitektur erbaut und auch hier wurden Steine aus Mayatempeln verwendet. Unser Guide erklärt uns, dass das Kreuz an der Ecke der 60. und 61. Straße den Mittelpunkt der Stadt darstellt. Von hier aus werden die Entfernungsangaben nach Merida gemessen.
Wie der Stadtgrundriss, so folgt auch der Grundriss des Hauptplatzes den typischen Anordnungen eines kolonialen Platzes. Eine Seite für die Kleriker, eine Seite für die Administration, eine Seite für den Kommerz und eine Seite für das Militär.
Interessant wird es nochmals auf der Militärseite. Hier hatte die Familie vom Stadtgründer Francisco de Montejo lange Zeit Ihr Wohnhaus. Heute ist es ein Museum, das die typischen Einrichtungen aus dieser Epoche zeigt. Alleine der Innenhof ist toll, hier hat es sich bestimmt gut leben lassen.
Unsere Tour endet hier. Wir haben noch einige Tipps von unserem Guide erhalten und die werden wir im Anschluss abarbeiten. Morgen geht es ja schon wieder weiter nach Holbox.
Zunächst schauen wir uns die Wohn- und Schlafräume des einstigen Eroberers an. Tatsächlich hätten wir uns die Einrichtung im 16. Jahrhundert doch etwas weniger fein vorgestellt. Man lernt halt nie aus.
Gegenüber der Kirche am Hauptplatz befindet sich das „Centro Cultural Olimpo“. Das Gebäude gehört heute einer Bank, also dem Kommerz. Im Obergeschoss gibt es Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aber vor allem einen tollen Blick über den Plaza Grande.
Durch die Kunstaustellung gehen wir auch.
Ebenfalls am Hauptplatz liegt der „Palacio de Gobierno del Estado de Yucatán“, in dem Teile der Kommunalverwaltung untergebracht sind. Die Halle und der große Festsaal sind für Besucher geöffnet und die Wandmalereien sind wirklich beeindruckend.
Durch die Stadt spazieren wir dann zum Mercado Muncipal, dem Markt. Eine schöne und quirlige Stadt.
Zunächst erreichen wir den Fischmarkt. Hier riecht es erbärmlich. Eigentlich sollte frischer Fisch nicht riechen und so extrem haben wir es bisher auch noch nirgends erlebt. Hajo wartet draußen während Tom drinnen nur ganz kurz Fotos macht. Tatsächlich gibt es aber Leute, die bei dem Gestank noch essen können.
Der restliche Markt ist weniger Geruchsintensiv.
Wir gehen zurück zum Hotel und verabreden uns mit unserem Besuch zur Kutschfahrt am späten Nachmittag. Die Kutschfahrt dauert etwa eine Stunde und führt vorbei an herrschaftlichen Villen und einigen Statuen. Am „Monumento a la Patria“ machen wir kehrt und es geht wieder zurück.
Das „Monumento a la Patria“, das Denkmal für das Vaterland ist ein beeindruckendes, 14 Meter hohes Monument auf dem Paseo de Montejo, das 1956 eingeweiht wurde. Es wurde vom kolumbianischen Bildhauer Rómulo Rozo geschaffen und erzählt in detaillierten Reliefs die Geschichte Mexikos von der vorspanischen Zeit bis zur Moderne
Es ist Dienstag, der 03.03. Wir verlassen Merida und machen uns auf den Weg nach Holbox. Holbox ist eine kleine Insel im Golf von Amerika, der früher als Golf von Mexiko bekannt war. Etwa 4 Stunden dauert die Fahrt von Merida hierhin. In Chiquilla parken wir unser Auto und machen uns mit leichtem Gepäck auf den Weg zur Fähre. Die Tickets sind schnell gebucht und so erreichen wir die Urlaubs- und Partyinsel.
Im Hotel gibt es Arbeitsteilung. Unseren Besuch schicken wir zum Strand. Hajo macht schnell die Wäsche und Tom kümmert sich um den Kühlschrank, der läuft nämlich nicht. Per Whatsapp schildern wir dem Vermieter das Problem und nach 45 min. steht tatsächlich ein Handwerker vor der Türe. Nach 2 Stunden läuft alles.
2 Tage nix als Strand, Meer und Drinks. Wirklich nice, ...
… und auch am Abend gibt es coole Bars und Restaurants.
Zwei Nächte sind schnell vorbei und schon machen wir uns auf zur letzten Station unserer Rundreise, Cancún.
Cancún wurde in den späten 1960er Jahren von der mexikanischen Regierung als geplantes Tourismusprojekt auf der Halbinsel Yucatán initiiert, um ein Fischerdorf in ein Weltklasse-Resort zu verwandeln. Der Bau begann 1970 am "Schlangennest" (Maya: Cancún), 1974 eröffneten die ersten Hotels und der internationale Flughafen
Heute ist Cancún eine moderne Großstadt mit über 600.000 Einwohnern und einer riesigen Hotelzone, die Millionen von Touristen jährlich anzieht.
Nachdem wir unseren Leihwagen am Flughafen abgegeben haben, fahren wir mit dem Flughafenbus zurück in die Stadt. Am Busterminal startet auch unser Hop-on Hop-off Bus. Wir schaffen es knapp, den Touribus um 10:00h zu bekommen. Der Bus fährt aus der Stadt in die Hotelzone, in der sich monströse Hotelbauten mit Shoppingmals, Restaurants und Bars abwechseln.
Hier kann man erahnen, wo besagte Millionen Touristen jedes Jahr unterkommen. Die Hotelzone in Cancún ist unendlich lang.
Zwischen jeder Menge touristischen Attraktionen haben die Stadtplaner aber auch an eine Kirche gedacht.
Auf dem Rückweg bekommen wir noch 2 schöne Käfer vor die Linse. Zeugen einer Deutsch-Mexikanischen Automobilepoche.
Am Freitag, den 06.03., endet unsere Rundreise und mit Uber, Fähre und Taxi geht es zurück zur segel.Bar. Unser Besuch macht sich auf die Rückreise nach Deutschland.
Wir warten auf Wetter und unsere Ersatzteile und vertreiben uns die Zeit mit leckerem Essen und ein paar Cocktails. Am Dienstag, den 10.03. ist unser Paket bei FedEx eingegangen und am Freitag, den 13.03, bereits durch den Zoll. Ein erster Zustellversuch scheitert wegen einer angeblich falschen Adresse und so macht Tom sich am Freitag, den 20.03 nochmals mit der Fähre auf nach Cancún um es dort im Paketshop abzuholen. Sicher ist sicher.


Das Paket ist da und der Tiefenmesser ist schnell ausgetauscht und der Windmesser repariert. Wie vom Agenten gefordert, melden wir uns 48h vor unserer gewünschten Abfahrt zum Ausklarieren an. Es scheint allerdings schwierig zu sein, da wir montags abreisen wollen und die Behörden sonntags geschlossen haben. Am Sonntag können wir unsere Papiere dann aber doch im Büro abholen. Ein Zarpe von der Marina, nicht von der Port Authority, nicht gestempelte Pässe und eine weitere Rechnung von 250 US-$ machen Tom Bauchschmerzen. Final können wir aber ja nur mit dem losfahren, was uns der Agent an Papieren mitgibt und er sagt, dass dies für Honduras ausreicht.
Es ist Montag, der 23.03., und nach einer ausgiebigen Dusche machen wir die Leinen los. 400 sm liegen von uns bis Guanaja. Da das Wetter in den letzten Wochen immer wieder schlagartig umgeschlagen ist, entscheiden wir uns, entlang der Küste Richtung Süden zu fahren, im Zweifelsfall können wir in einer Bucht unter Gelber Flagge abwettern.
Der erste Sonnenuntergang bei ruhiger See.
Genua und Motor bringen uns gute Fahrt durchs Wasser (Boatspeed) aber die Strömung ist diese Mal gegen an und so machen wir nur 4,5kn über Grund.
Wir kommen selbst mit unserer alten Genua gut voran und halten das Wetter ständig im Blick. In der Nacht vom 25.3 auf den 26.03 soll eine Gewitterfront mit starken Böen über uns hinweg ziehen und so entscheiden wir uns eine Nacht am Turneff Reff zu Ankern.
Am nächsten morgen warten wir noch einen Schauer ab, dann geht es weiter. Unser Plan sieht vor, dass wir zwischen Utila und Roatan hinter die Insel gehen und dann Kurs auf Guanaja nehmen.
Hinter Roatan angekommen, erwartet uns aber eine böse Überraschung. Der angesagte Wind von 3 Bft ist auf einmal 6 Bft und die Wellen haben eine Höhe von 1,80m anstatt der vorgesagten 90 cm.
Entweder knallt der Rumpf aufs Wasser und das ganze Schiff vibriert oder aber der Bug taucht richtig in die Welle ein und das Wasser spritzt bis zum Cockpit. Entsprechend machen wir auch wenig Fahrt.
In den Morgenstunden flauen Wind und Welle ab und im Vormittag erreichen wir Guanaja.
Auf das Einklarieren müssen wir warten, wegen eines Stromausfalls arbeiten die Systeme nicht. Um 16:00h haben wir dann Termin. Der Immigration Officer ist super nett. Allerdings wundert er sich warum wir keine Ausreisestempel aus Mexiko im Pass haben. Wir stellen uns dumm und sagen, dass wir mit Agenten ausklariert haben und zeigen die entsprechende Quittung vor. Das Zarpe ist für ihn gut und so erhalten wir unsere Einreisestempel mit dem Hinweis, bei nächsten Mal besser darauf zu achten, dass die Pässe gestempelt sind.
Beim Port Captain erhalten wir unsere Cruising Permit und so sind unsere Papiere wieder komplett sauber. An der als unser Schiff. Das lange und tiefe Eintauchen ins Wasser hat unsere Vorschiffkabine unter Wasser gesetzt. Hier hatten wir auch eine Bargeldreserve versteckt, die nach dieser „Geldwäsche“ erstmal getrocknet werden muss. Das Gleiche gilt für die Kabine. Was ein Sch… .
Guanaja ist die östlichste Insel der Bay Islands vor Honduras. Die meistens Einwohner leben in Bonaca. Nur Fußwege führen durch die Stadt, deren Häuser teilweise auf Pfählen über dem Wasser gebaut sind. Die Menschen sind mega freundlich und wir bleiben 2 Nächte um uns von der Strapaziösen Überfahrt zu erholen.
Nach 2 Tagen machen wir uns auf in die Savannah Bay. Im Vergleich zu Bonaca ist es hier wie ausgestorben. Einzig eine Bar ist geöffnet und ein Blick in die Toilette macht uns klar, warum wir vor der Stadt unseren Wassermacher nicht in Betrieb nehmen.
Wir wechseln auf die Westseite der Insel in die Michaels Rock Bay. Natur Pur, wobei bereits Osterferien in Honduras sind und Zeltcamps für Kinder eingerichtet sind und viele Einheimische mit ihren Booten tagsüber an die Strände kommen.
Als nächstes werden wir nach Roatan segeln. Die Insel ist deutlich touristischer geprägt. Hier legen täglich Kreuzfahrtschiffe an.